Ferdinand von Bayreuth

Fürst Ferdinand von Bayreuth ist Ahnherr im Blut der Könige - dem Clan Ventrue. Diesen Mann umgeben Traditionsbewusstsein ebenso wie uneingeschränkter Herrschaftsanspruch, seit er seine Erzfeindin, die Brujah-Ahnin Plinganser aus den Münchner Landen vertrieben hat und sich im August 2013 zum Souverän über damals noch München & Oberbayern aufschwang. Offensichtlich hatte man den Ventrue, der noch zu den jüngeren Ahnen in Deutschland zählt, unterschätzt oder er nutzte simpel die Gunst der Stunde. Denn kaum war die altehrwürdige Toreador-Ahnin Katharina von Habsburg, die Jahrzehnte lang Bayreuth und Plinganser als sich ausgleichende Kräfte im Zaum hielt, verschwunden, jagte der Ventrue die Brujah aus der Stadt und erhob sich zum Fürsten. 

Das wiedereingeführte Lehenssystem in München sichert ihm loyale Vasallen - würdige Bürger, die ihre eigene kleine Domäne verwalten - und so ein funktionierendes Kontrollnetzwerk über seine Ländereien ganz nach dem Leitspruch "Divide et impera - Teile und herrsche". Recht eigensinnig besetzt Ferdinand von Bayreuth aus dem gleichen Topf an Vasallen auch seine Primogene - derjenige, der die meisten Lehen in seinem Clan unter sich vereint, möge Anrecht auf den Sitz des Ältesten beanspruchen. Dies wiederum gewährt diesem Bürger das Recht auf Audienz bei Seiner Majestät und das Recht für den eigenen Clan zu sprechen. Trotz dieser Gnade der Mitverantwortung und gut erreichbaren Beratungsposition, die er seinen verdienten Untertanen offen legt, lässt Ferdinand von Bayreuth keinen Zweifel daran, wer Herr in München ist. Er herrscht hier und das als absoluter Monarch.

In der Außenpolitik ist sein Bündnis mit der Ahnherrin Ludoviga (Gangrel) inzwischen landesweit bekannt. Zudem sind starke Verbindungen zu Fürst Nachtigall von Teutoburg nachgewiesen und sich stetig verdickende Stränge nach Hamburg zu Fürst Sehested und dem Ahnherren von Stein. 

"Privat" ist über den hochgewachsenen und stattlichen Ahnherren mit Militärhintergrund wenig bekannt. Er lässt sich gern als Forderer und Förderer von Fähigkeiten und Talenten darstellen. Ein Mäzen und ebenso strenger wie fairer Herrscher, erzogen am Grand Court in Paris, der in der Linie Alexander vor einigen Jahrhunderten von einem König höchstpersönlich geschaffen worden sein soll. Es soll - besonders für Frauen - schwer sein, seine Anerkennung zu erlangen, doch hat sie ein Untergebener einmal erworben, soll der Fürst fest zu seinen Vertrauten stehen und ihnen viele Freiheiten gewähren. Doch wehe dem, der ihn hintergeht oder den alten Ventrue enttäuscht.

Sein Festhalten an eigenen Entscheidungen und seine teilweisen eigenwilligen Ansichten legen die einen ihm als Sturheit und Anachronismus aus, andere schätzen diese Konsequenz und die daraus resultierende Beständigkeit. Grundsätzlich hat der Ahn und Fürst stets ein Ohr für die Belange seiner Bürger und zeigt sich mitunter sehr weltmännisch. Doch jeder Audienzteilnehmer tut gut daran, sich bei Bayreuths Offizieren oder Ancillae ausführlich zu erkundigen, wie die Prüfungen des Ahnen zu bewältigen sind. Denn so sehr er ein eloquentes und interessantes Gegenüber schätzt, so hoffnungslos sind ihm Unvorbereitete ausgeliefert.