Bespielte Linien

Bespielte Linien

Der Vorsintflutliche der Tremere ist gar keiner, denn er lebt von gestohlener Macht. Der nach Unsterblichkeit und Allmacht strebende Magus TREMERE erschuf sich und den innersten Kreis seiner Studenten im Jahr 1026 durch ein Tonikum, dass von seinem Schüler Goratrix aus dem Blut des Tzimisce Methusalems Burgoj Rahzd gewonnen wurde, der bei dem Prozess starb. Um aber von den anderen Blutsfamilien als gleichberechtigt akzeptiert zu werden, musste der Status als voller Clan her. So geschah es, dass Tremere am Salubri-Vorsintflutlichen Saulot 1133 Diablerie beging und seine Kinder sich an dessen Clan gütlich taten und ihn fast gänzlich auslöschten. Das war zu viel. Von den rachsüchtigen Tzimisce und letzten Salubri im Omen-Krieg verfolgt, ließ sich Tremere auf die Erschaffung von Gargylen (lobotomisierten und körperlichen umgebauten Kampf-Vampiren aus Nosferatu und Gangrel) auch wieder auf Vorschlag des Goratrix ein. Mit zwei weiteren mächtigen Clanen zum Feind, orientierte Tremere sich auf Empfehlung seines Kindes Meerlinda hin zum Anschluss an das sich unter der Führung der Ventrue langsam anbahnende Kainitenbündnis, welches die „Wilden“ des Ostens niederwerfen will und in späteren Jahren und durch mehrere Veränderungen einmal die Camarilla werden sollte. In diesem Rahmen veranlasste er auch eine Verlegung des Haupt-Gildehauses aus dem karpathischen Ceoris nach Wien im Jahr 1456. Intern regelte Tremere die Geschäfte seines Clans in einem streng hierarchischen System, der Pyramide, welches komplett auf ihn eingeschworen war. Heute liegt Tremere meistens in Starre und sein Stellvertreter, der Ratsherr Etrius, interpretiert den Willen des Schläfers für die Geschicke des Clans.

Linie Goratrix

Der erste 1022 durch das Tonikum geschaffene (und damit, wenn auch nur mit einer Nacht Unterschied) technisch gesehen eigentlich erste Tremere ist GORATRIX. Der fränkische Meister-Magus war der ambitionierteste und machthungrigste Schüler Tremeres. Er ersann für ihn den Unsterblichkeitstrank aus Vampirblut, er konzipierte die Gargylen. Doch auch er war nur ein Diener in der Pyramide und das auf Ewigkeiten, ohne Chance der Änderung. Dies missfiel früh dem Magier, der jedoch durch seine Rivalen im Rat an der Spitze der Pyramide, vor allem Etrius, der 100% loyal zu Tremere stand, immer weiter beschnitten wurde. 1212 floh er mit den Mitgliedern des Pariser Gildehauses vor dem Zugriff des Clans. Im 16. Jahrhundert zog es ihn dann schnell in die neue Welt, wo er sein Haus Goratrix gründete, dass sich dem Sabbat anschloss. 1852 wurde die Existenz der Tremere antitribu bekannt und der Rat wirkte ein Ritual, dass jeden Tremere, der an der Vaulderie teilnahm, mit einem mystischen Zeichen brandmarkte. Doch Goratrix und die seinen prosperierten weiter und hatten bahnbrechende thaumaturgische Erfolge vorzuweisen. Schließlich wurde die Bedrohung für den Clan so groß, dass auf Veranlassung Etrius im Jahr 2000 alle verfügbaren Tremere Europas nach Wien zusammengerufen wurden und ein Ritual wirkten, mit dem Goratrix, alle die von ihm abstammten und alle Tremere, die durch das Vaulderie-Zeichen markiert waren in einer einzigen Nacht vernichtet wurden. Heute gibt es kein lebendes Mitglied dieser Linie mehr.

Linie Etrius

Auch 1022 durch das Tonikum geschaffen wurde ETRIUS. Der grimme und schweigsame Schwede ist ein Meistermagier der nur noch von seinem Rivalen Goratrix in schierer mystischer Macht übertroffen wurde. Doch Etrius zeigt kaum persönliche Ambition, er ist vollkommen treu und blind seinem Meister Tremere ergeben und wohl vor allem deshalb sein Stellvertreter und Prophet. Für einen Tremere, vor allem einen Gründer ungewöhnlich, neigt er zur Vorsicht, hasst es, Ressourcen zu verschwenden, und zeichnet sich durch einen (nicht immer menschlichen) sehr strengen Moralcodex aus. Etrius ist der Ratsherr für Osteuropa, einschließlich Russland hinter dem Ural. Die Linie Etrius ist meist in sich gekehrt, ruhig, gewissenhaft und extrem Thaumaturgie-orientiert.

Linie Meerlinda

Auch 1022 durch das Tonikum geschaffen wurde MEERLINDA. Die Britin wurde alsbald aus dem Omen-Krieg in die Welt hinaus gesandt, um durch ihr überragendes diplomatisches Talent Verbündete für die Sache der Tremere zu rekrutieren. In ihrer eigenen Heimat hatte sie dabei die ersten Erfolge und konnte über die mithräischen Ventrue schließlich Zugang zur besseren Gesellschaft erhalten. Sie war direkt und über ihre Kinder instrumental an der Schaffung der Camarilla beteiligt („die Organisation, die für Ordnung sorgt, damit die thaumaturgischen Brüder unbehelligt von Feinde ihre Studien fortsetzen können“). Meerlinda ist die Ratsherrin für Nordamerika (komplett Kanada, USA, Mexiko). Die Linie Meerlinda ist sehr sozial, oft charmant und weltmännisch und kann mehr mit Auspex oder Beherrschung als mit der eigentlichen Thaumaturgie anfangen.

Linie Grimgroth

Auch 1022 durch das Tonikum geschaffen wurde der Böhme GRIMGROTH. Ursprünglich war er kein Ratsherr, sondern ein Mitglied der Zweiten Garde. Nach dem Verrat Goratrix, den er half aufzudecken, rückte er jedoch durch die Etrius Protektion an dessen Stelle auf. In seiner Arbeit ist er pedantisch und nur extrem schwer zufrieden zu stellen. Er stellt den Anspruch der beständigen Weiterentwicklung und betont stets, dass der Sinn der Thaumaturgie und aller Forschungen nicht zum Machtgewinn allein dienen solle, sondern dass jener Machtgewinn nur Wert habe, wenn er zur Selbstveredelung eingesetzt werde. Grimgroth ist der Ratsherr für Westeuropa einschließlich der Britischen Inseln und ihrer ehemaligen Kolonien. Die Linie Grimgroth hat oft ein Problem mit ihrem Temperament, weil Ungeduld darüber, dass andere einfach noch nicht so weit sind, wie man selbst, zu Zorn und auch Pedantentum führen kann. Gleichzeitig stellen sie aber die höchsten Ansprüche immer an sich selbst.

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