Die Traditionen der Camarilla

Die Traditionen der Camarilla

  1. Tradition: Die Maskerade

    Du sollst dein wahres Wesen niemandem enthüllen, der nicht vom Geblüt ist. Wer solches tut verwirkt seine Blutrechte. Die Maskerade ist wohl die wichtigste Tradition, aber sicherlich nicht die einzige, auf die akribisch geachtet wird, oder deren Missachtung eine harte Strafe nach sich zieht. Der spannende Teil daran ist, dass die überlegene Vampirrasse sich vor den Menschen versteckt, weil die in ihrer Mehrheit durchaus einige Vampire zu Fall bringen könnten, wüssten sie um deren Existenz. Ich würde mich freuen, wenn einige Leute mal über das Paradoxon nachdenken würden.
  2. Tradition: Die Domäne
    Deine Domäne ist dein eigener Belang. Alle anderen schulden dir Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen dein Wort auflehnen, solange er in deiner Domäne weilt. Deine Zuflucht, dein Lehen, falls dein Fürst so freundlich war und dir eins gab, alles deine Domäne - darf keiner drin rumfuhrwerken, ohne deine Erlaubnis. Aber das funktioniert auch im Rückschluss: Du hast die Zuflucht, die Lehen anderer zu achten, genau das schützt diese Tradition.
  3. Tradition: Die Nachkommenschaft
    Du sollst nur mit Erlaubnis deines Ahnen andere zeugen. Zeugst du andere ohne Einwilligung deines Ahnen, sollen sowohl du, als auch deine Nachkommenschaft erschlagen werden. Weniger Ahnen, mehr Fürsten oder Prinzen, vergeben das Recht, einen neuen Vampir für die Gesellschaft zu schaffen. Dieses Recht bekommt niemand leichtfertig. Seine Wahl wird immer mit ihm in Verbindung gebracht werden und jeder muss sich dem Urteil der Anderen über seine Wahl stellen. „Schwer erziehbare“ Persönlichkeiten sind niemals eine gute Wahl für die Existenz der Vampire. Jedes Kind muss anpassungsfähig und belehrbar sein. Alles andere ist unnötiger Stress, den sich kein Vampir antut, der noch bei Sinnen ist. So nun bitte der Rückschluss: Wenn mein Charakter also dazu gezwungen ist, eine gute Wahl zu treffen, so war es der Erzeuger meines Charakters eben auch schon. Unvernünftige, impulsive, ich will fast sagen dumme, Charaktere haben in dieser harten Welt wenig Platz, irgendwann kommt ihr Ende. Ich würde sagen: Realistisch schon vor dem Freispruch.
  4. Tradition: Die Rechenschaft
    Wen du erschaffst, der ist dein eigenes Kind. Bis der Nachkomme auf sich selbst gestellt ist, sollst du ihm alles befehlen. Du trägst seine Sünden. Siehe oben, genau bei 3. Tradition.
  5. Tradition: Gastfreundschaft
    Ehre die Domänen anderer. Wenn du in eine fremde Stadt kommst, so sollst du dich dem vorstellen, der dort herrscht. Ohne das Wort der Aufnahme bist du nichts. Hierzu nur ein Satz: Höflichkeit schützt vor Ärgernis, „Jemand“ stirbt nicht so schnell wie „Niemand“.
  6. Tradition: Vernichtung
    Es ist dir verboten, andere deiner Art zu vernichten. Das Recht zu Vernichtung liegt ausschließlich bei deinen Ahnen. Nur die Ältesten unter euch sollen die Blutjagd ausrufen. Im Laufe der Jahre hat sich der Begriff der Ahnen auch eher hin zu Fürsten oder Prinzen gewandelt. Das Bürgerrecht ist der Schutz für deinen Charakter, nur dein Fürst oder Prinz wird dann über ihn richten. Das Vermeiden von dunklen Ecken und Gassen gilt trotzdem als schlau.

Die Traditionen der Ahnen

Diese heiligen Traditionen sind seit Jahrhunderten so überliefert. Die aktuellen Traditionen wurden bei der Gründung der Camarilla festgelegt und ihre Formulierung wird bei den Großen Konklaven ergänzt oder abgeändert. Hier ist eine der ursprünglichen Fassungen von 1196, auf die sich Ahnen berufen dürfen.

 

Die Erste Tradition: Das Vermächtnis

Dein Blut ist das Blut Kains, verflucht von Gott und gesegnet von Lilith. Deinen Zustand verändern suchen, oder in Dein Leben als Sterblicher zurückkehren wollen, heißt Dich gegen Vater und Mutter und Deinen Gott versündigen.

Die Zweite Tradition: Vernichtung

Es ist Dir verboten, andere Deiner Art zu vernichten, die älter sind als Du. Diejenigen, die Kain näher sind, kennen seinen Willen und dürfen alle Kinder vernichten, die in seinen Augen nicht wert sind zu existieren. Es ist denen von schwächeren Blute verboten, sich gegen ihre Ahnen zu erheben.

Die Dritte Tradition: Nachkommenschaft

Du sollst nur mit Erlaubnis Deines Ahnen andere zeugen. Wenn Du einen anderen ohne Erlaubnis Deines Ahnen schaffst, so sollen sowohl Du als auch Dein Nachfahre erschlagen werden.

Die Vierte Tradition: Rechenschaft

Diejenige, die du schaffst, sind Deine Kinder. Bis Deine Nachkommenschaft losgesprochen wird, sollst Du ihr alles vorschreiben. Ihre Sünden fallen auf Dich zurück.

Die Fünfte Tradition: Domäne

Deine Domäne ist Dein Belang. Alle anderen schulden Dir Respekt, solange sie darin weilen. Keiner darf Dein Wort in Frage stellen, solange er in Deiner Domäne weilt. Wenn Du ins Lehen eines anderen kommst, sollst Du Dich dem vorstellen, der dort herrscht.

Die Sechste Tradition: Die Stille des Blutes

Du sollst Dein wahres Wesen nicht denen enthüllen, die nicht vom Geblüt sind. Tust Du es, so seien Deine Blutrechte verwirkt.