Schwabing-Nord & Milbertshofen

Lehnsherr:
Magnus Bartoldy

Clan:
Tremere

Bevölkerung:
ca 72.000

Blutwert:
●●

Ressourcen:


 

Wenn man für Milbertshofen ein charakteristisches Wort suchen will, dann ist das nicht sonderlich schwer: Olympia. Olympiapark, Olympiastadion, Olympisches Dorf – die Spiele von 1972 haben den Stadtteil nachhaltig geprägt. Aber nicht nur, denn schließlich hat mit dem Autohersteller BMW ein echtes Münchner Urgestein hier seinen Hauptsitz.

Zum ersten Mal erwähnt wurde Milbertshofen im Jahre 1149 beziehungsweise 1152 als „Ilmungeshoven“. Das Wort ging wohl aus bewusst undeutlicher Aussprache von Illungshof hervor. Illungshof war die Bezeichnung für einen Einsiedlerhof, auf den man zwangsweise ausgesiedelt wurde – wegen Krankheit oder als Strafe; verständlich, dass die Bewohner dies nicht unbedingt kundtun wollten. Weitere Deutung: Hof des Ilbunch/Ilbung/Ilmung oder Höfe der Ilbunge. Die erste Erwähnung dieses Namens geschah in einer Urkunde, mit der um das Jahr 1140 Graf Konrad I. von Valley seinen ganzen Besitz zu Ilmungeshofen zu seinem und seiner Eltern Seelenheil dem Kloster Schäftlarn übergab. Weil die Fläche dieser Schenkung nur als Weideland benutzt werden konnte, machte das Kloster daraus einen Viehhof, also eine Schwaige, die nach dem heiligen Georg St. Georgenschwaige genannt wurde.

Zur St. Georgenschwaige gehörten auch abgabenpflichtige Bauern, deren Reichnisse an Getreide in den Speichern des von einem Meister und Laienbrüdem verwalteten Fronhofes bis zum Ausmahlen in nahe gelegenen Mühlen gelagert wurden.

Am 10. Januar 1668 erhob Kurfürst Ferdinand Maria die "St. Georgenschwaige zu Milbertshofen" in den Rang einer Hofmark.

Nachdem Milbertshofen jahrhundertelang lediglich eine Schwaige gewesen war, begann die Expansion des späteren Stadtteils Münchens erst ab dem Jahr 1800, als Kurfürst Max IV. Joseph das Gut an vier Waldsassener Bauern übergab. Eine zur Schwaige gehörende Kirche wurde 1360 erstmals erwähnt. Reste der im frühen 16. Jahrhundert erbauten alten Georgskirche sind die einzigen verbliebenen Zeugen der Keimzelle Milbertshofens. Das Zentrum des frühen Milbertshofen liegt in der heutigen Motorstraße. Um 1800 hatte Milbertshofen nur 432 Einwohner