Schwabing & Freimann

Lehnsherr:
Katharina von Habsburg

Clan:
Toreador

Bevölkerung:
ca. 68.000

Blutwert:
●●

Ressourcen:


 

Für viele Münchner ist Schwabing nicht nur ein Stadtteil, sondern ein Lebensgefühl: Nachmittage im Café, Flanieren auf der Shoppingmeile, laue Abende im Englischen Garten. Und bis auf die quirlige Leopoldstraße ist Schwabing eine eher ruhigere Wohngegend.

Schwabing wurde 782 erstmals urkundlich als Suuapinga erwähnt. Der Name kommt von Swapo und bedeutet Siedlung eines Schwaben. Das Dorf wurde 1886 zur Stadt erhoben und 1890 nach München eingemeindet. Bereits 1909 wurden die damaligen Neubaugebiete im Westen des ehemaligen Schwabinger Stadtgebietes aus dem Stadtbezirk Schwabing herausgelöst und zum eigenen Stadtbezirk Schwabing-West. Um 1890 entstand am Feilitzschplatz, der heutigen Münchner Freiheit, das sich bald zum pulsierenden Mittelpunkt Schwabings entwickelte. Bis 1940 hatte jener Teil Schwabings, der zum Stadtbezirk gehört, seine heutige Gestalt erhalten. Seit dem Jahr 2000 etwa entstehen neue Wohnquartiere wie die Parkstadt Schwabing, die – auf Gewerbeflächen an der Grenze zu Freimann gelegen – im öffentlichen Bewusstsein bis zur Umwidmung der Flächen eher zum industriell geprägten Freimann gezählt wurden.

Freimann im Münchner Norden ist vor allem für ein Bauwerk weltbekannt: Die Allianz Arena ist das Fußballstadion des FC Bayern und des TSV 1860 München. Mit dem Englischen Garten, der Fröttmaninger Heide und der Oberen Isarau besitzt der Stadtteil außerdem bedeutende Naherholungsgebiete. Und die Studentenstadt ist das größte studentische Wohngebiet Deutschlands.

Freimann wurde 948/957 zum ersten Mal als ad Frienmannun urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet Zu den freien Männern. Unter Freie Männer, auch Freimänner oder Barschalken genannt, wurden Personen verstanden, die persönlich frei, mit dem Boden aber zinsbar waren. Der alte Ortskern befindet sich bei der alten Dorfkirche St. Nikolaus, Heinrich-Groh-Straße 11, die früher das Patrozinium der Heiligen Margarethe besaß.

1818 wurde Freimann mit den Ortsteilen Kulturheim und Lappen eigenständige Gemeinde. Die Friedrich Krupp AG errichtete 1916 in Freimann die Bayerischen Geschützwerke; dieses Werk wurde nach dem Ersten Weltkrieg liquidiert. Die Deutsche Reichsbahn richtete auf diesem Gelände in den Jahren 1927 bis 1931 das Reichsbahn-Ausbesserungswerk Freimann ein und baute gleichzeitig daneben eine Großsiedlung. Weitere Industriebetriebe siedelten sich in Freimann an.

Am 1. Oktober 1931 wurde Freimann in die Landeshauptstadt München eingemeindet. Danach wurde 1932 die Reichkleinsiedlung Freimann an der Kulturheimstraße zwischen der Freisinger Landstraße und dem Schleißheimer Kanal gebaut, die am 31. Juli 1933 eingeweiht wurde. Westlich des alten Ortskerns, in der Lilienthalstraße, befindet sich das vom US-Architekten Helmut Jahn entworfene MOC Veranstaltungscenter München, das von der Messe München GmbH betrieben wird.